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Samstag, 23. Oktober 2021
 
 

erblich bedingter Haarausfall (androgenetische Alopezie)

Etwa 95 Prozent der Männer und 70 Prozent der Frauen leiden unter Haarverlust durch Vererbung, genannt androgenetische Alopezie. Erblich bedingter Haarausfall betrifft Menschen aller Hautfarben und kann sowohl von der Mutter als auch vom Vater vererbt werden. Neueste Studien zeigen jedoch, dass die Anlage zum Haarausfall häufiger von der Mutter vererbt wird. Ob jemand unter erblicher Kahlköpfigkeit leidet, wird durch eine Reihe genetischer Faktoren bestimmt. Der Hang zur Kahlköpfigkeit kann allerdings auch mehrere Generationen überspringen.

Androgenetische Alopezie ist anhand einer Reihe von Symptomen relativ leicht zu identifizieren. Zuerst weicht der Haaransatz allmählich zurück (hohe Stirn, Geheimratsecken). Anschließend wird das Haar wird dünner und der Haarausfall setzt sich auf dem oberen Hinterkopf und auch auf der Oberseite des Kopfes fort.

Den Verlauf des Haarausfalls bei androgenetischer Alopezie beschreibt das Hamilton-Norwood-Schema in 8 Stufen (genannt "Typen"):

  • Typ I: Kein oder sehr geringes Rückweichen des frontalen Haaransatzes.
  • Typ II: Haarausfall frontal und temporal, Ausbildung von dreieckigen Regionen ohne Behaarung an den Schläfen (Geheimratsecken), geht nicht über eine zwei Zentimeter vor den äußeren Gehörgängen gedachten Verbindungslinie hinaus.
  • Typ III: Geheimratsecken reichen nach posterior (Richtung Hinterkopf) über die vor den Gehörgängen gedachte Verbindungslinie hinaus; Mindestniveau für „Kahlheit“.
  • Typ III (Vertex bzw. Scheitel): Haarverlust vor allem im Scheitelbereich, frontaler Haarverlust meist in Stadium I oder II, überschreitet Stadium III nicht.
  • Typ IV: Weiterer Haarverlust im Scheitelbereich, frontaler Haarverlust überschreitet Stadium III, Zonen werden durch ein deutliches Haarband voneinander getrennt.
  • Typ V: Zonen des ausgeprägten Haarverlustes frontal und auf dem Scheitel werden nur noch durch eine schmale Zone der Behaarung voneinander getrennt, das Haar an Schläfe und Hinterkopf nimmt „Hufeisenform“ an (auch Typ VI und VII)
  • Typ VI: Gebiete des Haarverlustes in Stirn- und Scheitelregion sind ineinander übergegangen, laterale (zu den Seiten strebende) Ausbreitung der haarlosen Areale.
  • Typ VII: Vom ursprünglichen Haarwuchs verbleibt nur ein schmales Band, welches sich von den Ohren um den Hinterkopf herum zieht.


Der androgenetischen Alopezie lässt sich heute in vielen Fällen wirksam entgegenwirken. Häufig angewendete Wirkstoffe sind Minoxidil und Finasterid. Sprechen Sie mit Ihrem Hautarzt.

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