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Samstag, 23. Oktober 2021
 
 

Haarausfall

Jeder zweite Mann hat auf seiner Kopfhaut Bereiche, die empfindlich auf die im Blut enthaltenen Geschlechthormone reagieren. Die männlichen Hormone lassen die Haarfollikel schrumpfen, aus denen immer dünnere Haare wachsen. Schließlich werden die Haarfollikel so klein, dass sie keine neuen Haare mehr hervorbringen können.

Wie verläuft männlicher Haarverlust? 

Der Haarausfall setzt in der Regel im Alter zwischen 20 und 30 Jahren ein. Nachdem der Haaransatz über der Stirn zurückweicht und sich Geheimratsecken gebildet haben, beginnt auch das Haar auf dem Hinterkopf sich stufenweise zu verdünnen. Es entsteht mit der Zeit ein U-förmiger kahler Ring um den Kopf.

Kann männlicher Haarausfall verhindert werden?

Ja, seit einigen Jahren kann Haarausfall gestoppt oder zumindest in seinem Fortschreiten verlangsamt werden. Dieser männliche Haarverlust ist zumeist genetisch bedingt und wird über die Eltern (oft von der Mutter) an den Sohn vererbt. Haarausfall bei Männern wird im Allgemeinen als natürlich angesehen und nicht als eine Krankheit betrachtet. Wenn Sie sich entscheiden, Ihren Haarverlust durch Medikamente stoppen zu wollen oder ihr verlorenes Haar wieder zurückzugewinnen, müssen sie die Behandlungskosten selber tragen.

Welche Medikamente sind wirksam?

Folgende Medikamente haben sich zur Bekämpfung von Haarausfall bei Männern bewährt:

Minoxidil (Handelsname: Regaine®): Eine Lotion, die zweimal täglich auf die Kopfhaut aufgetragen wird. Bis Ursprünglich wurde der Wirkstoff bei der Behandlung von zu hohem Blutdruck eingesetzt. War Minoxidil bisher verschreibungspflichtig, ist es seit 2007 rezeptfrei als Pumpspray in zwei Dosierungen (Männer 50 mg/ml, Frauen 20 mg/ml) in Apotheken erhältlich. Die Behandlung mit Minoxidil wird nicht von den Krankenkassen erstattet.

Laut Hersteller wird der Haarausfall bei 70 bis 80% der Fälle aufgehalten, bei einem Drittel der Anwender stellt sich Haarneuwuchs ein. Beste Erfolge werden bei dunkelhaarigen Menschen unter 50 Jahren erwartet, bei denen der Haarausfall weniger als 10 Jahre zurückliegt und der Anwendungsbereich einen Radius von 3-10 cm hat. Erster Erfolg wird sich frühestens nach 3-4 Monaten einstellen. Ob der Wirkstoff bei einem Anwender den gewünschten Erfolg bringt, lässt sich erst nach einem Jahr abschließend beurteilen. Hierzu ist ein Trichogramm oder Trichoscan empfehlenswert. Bitte fragen Sie Ihren behandelnden Arzt.

Finasterid (Handelsname: Propecia®) greift in den hormonellen Stoffwechsel des Sexualhormons Testosteron in Dihydrotestosteron (DHT) ein, welches die Haarfollikel bei Betroffenen schrumpfen lässt. Nach derzeitigem Kenntnisstand der Forschung reagieren bestimmte Haarfollikel auf DHT mit der Verkürzung ihrer Wachstumsphase. Finasterid muss solange genommen werden, wie der Mann seine Haare behalten möchte. Wird die Behandlung unterbrochen, erhöht sich der DHT-Spiegel im Blut, und die nachgewachsenen Haarfollikel können wieder ausfallen. Ist das Haarfollikel bereits vollends verkümmert, kann meistens keine Reaktivierung erreicht werden. Im Rahmen mehrjähriger internationaler Studien konnte bei 80–90 % der Anwender ein Stopp des fortschreitenden Haarausfalls und bei etwa 65 % sogar eine Verdichtung der Kopfbehaarung durch eine Verdickung zuvor geschrumpfter Haare erreicht werden. Bei Männern über 45 Jahren ist keine Wirkung dokumentiert. Erste Erfolge können frühestens ab einer Einnahmedauer von 3-6 Monaten beobachtet werden. Um den Erfolg zu messen, ist ein Trichoscan vor der Behandlung und nach etwa einem Jahr empfehlenswert. Bitte wenden Sie sich hierzu an Ihren behandelnden Arzt.

Was kostet die Behandlung?

Die Behandlungskosten sind recht unterschiedlich, je nachdem mit welchen Mitteln und Medikamenten man gegen den Haarausfall vorgeht. Die Kosten für die Behandlung mitMinoxidil liegen unter 10 € im Monat, wer weiter geht und beispielsweise den oft verschriebenen Wirkstoff Finasterid einnimmt, zahlt dafür ca. 60 € für das Originalpräparat beziehungsweise etwa 6 € für eine Monatsration, wenn er sich wie viele Anwender in Deutschland für ein Generika-Importprodukt entscheidet.

Was soll ich jetzt tun?

Ein Betroffener sollte zuerst eine Apotheke aufsuchen und sich zu dem Wirkstoff Minoxidil beraten lassen. Dieses Mittel wird zweimal täglich auf die Kopfhaut aufgetragen und ist lediglich apothekenpflichtig. Bis vor einem Jahr musste es von dem behandelnden Arzt verschrieben werden. Wer mehr tun möchte, sollte einen Hautarzt aufsuchen und klären, ob eine Behandlung mit Medikamenten wie z.B. dem Wirkstoff Finasterid (z. B. Propecia®) zu empfehlen ist. Falls ja, wird der Arzt ein (Privat-)Rezept ausstellen, so dass der Patient das Medikament von einer Apotheke beziehen kann. Es gibt verschiedene internationale Versandhändler, die diese Medikamente versenden, ohne dass ein Rezept vorliegt. Die Preise liegen oft deutlich unter denen, die deutsche Apotheken für das Präparat verlangen. Einige EU-Versandapotheken bieten die Möglichkeit, sich von einem EU-Arzt ein Rezept ausstellen zu lassen. Gegen Zahlung per Kreditkarte versenden sie das Präparat auch nach Deutschland.

 

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